: Tausende fliehen aus Mossul
Irak Armee nähert sich der zentralen Moschee, wo 2014 das Kalifat ausgerufen wurde
rtr | Beim Kampf gegen die Extremistenmiliz IS in der irakischen Millionenmetropole Mossul kommt die Armee der symbolisch wichtigen Al-Nuri-Moschee immer näher. Kampfhubschrauber nahmen am Sonntag Stellungen der Extremisten in der Altstadt mit Maschinengewehren und Raketen unter Beschuss. Ein Polizeikommandeur sagte, man sei nicht mehr weit von dem Gotteshaus entfernt. In der jahrhundertealten Moschee hatte IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi 2014 ein Kalifat ausgerufen. Der Verlust des Gebäudes wäre für die Islamisten eine schwere Niederlage. Am Sonntag wehte allerdings noch die schwarze IS-Flagge auf dem berühmten schiefen Minarett. Eine Kampfpause wegen schlechten Wetters nutzten am Wochenende Tausende Bewohner, um vor den Gefechten zu flüchten. Unter ihnen waren vor allem Frauen und Kinder. Mehrere Bewohner berichteten, sie hätten seit Wochen kaum etwas gegessen. In dem verbliebenen Gebiet könnten noch 600.000 Menschen zusammen mit schätzungsweise 2.000 IS-Kämpfern leben.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen