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Tatütata, der Trost ist nah

Junge ruft Polizei wegen schwerer Hausaufgaben

Ein echtes Vorbild für uns ist jener zehnjährige Junge, der am Montag im baden-württembergischen Ort Bühl die Polizei angerufen hat, weil seine Hausaufgaben zu schwer waren. „Man hörte einen Jungen, der sehr aufgelöst am Telefon klang und wimmerte“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa gestern. „Bevor ein Gespräch stattgefunden hat, brach die Leitung ab.“ Die Beamten befürchteten eine Notlage und ermittelten über die Telefonnummer die Adresse. Wie sich herausstellte, wollte der Schüler aus Verzweiflung über seine Hausaufgaben die Polizei alarmieren. Um welche Aufgaben es sich handelte, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. Genauso wie unser Hausaufgabenheld werden wir es demnächst auch machen! Wenn wir wieder mal bei der redaktionellen Textarbeit mit verschlungenen Rätselsätzen eines Autors konfrontiert werden, die besser gekürzt werden sollten, weil sie partout keinen Sinn ergeben, der Autor aber lieber stundenlang um jedes seiner Worte feilscht – dann, ja dann werden wir künftig einfach zum Telefon greifen, die Notfallnummer 110 anrufen und so lange in die Muschel hineinwimmern, bis die besorgten ­Ordnungshüter endlich anrücken und uns ­tröstend in die starken Arme nehmen. Tatütata, der Trost ist nah!

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