: Tatütata – drei Feuerwehren waren da
■ Brand in einem Haus in Quering / Drei Feuerwehren beginnen Streit über die Löschmethode / 250.000 Mark Wasserschaden
Delitzsch (taz) – Platz da, jetzt kommt die Feuerwehr! Doch was passiert, wenn nicht eine, sondern gleich drei Löschmannschaften zum Brandort kommen?
Am Sonntag brach in einem Zweifamilienhaus in Quering bei Leipzig ein Feuer aus. Laut Brandschutzordnung muß, wenn Menschen gefährdet sind, die Feuerwehr aus der nächstgelegenen Kreisstadt anrücken. Die machte sich sogleich auf den Weg. Doch auch die Kollegen aus zwei Nachbargemeinden wollten unbedingt beim Löschen dabeisein. So trafen sich dann Feuerwehrmänner aus der Kreisstadt Delitzsch mit den Löschtrupps aus Kyhna und Lissa.
Statt gemeinsam die Flammen zu stoppen, brach unter den Brandbekämpfern ein heftiger Streit um die Löschmethode aus. Die routinierten Kreisstädter wollten das Feuer von innen löschen, und die Gemeindefeuerwehren setzten Wasserkanonen von außen ein. Wertvolle Zeit ging verloren, das Feuer brach immer wieder durch. Die Kompetenzrangeleien verzögerten den Löschvorgang. Fazit: 250.000 Mark Schaden, meist durch Wasser. Die Familien aus dem jetzt unbewohnbaren Haus kamen bei Nachbarn unter. Antje Heinrich
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