Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats legt Bericht vor: Syriens Regime verübte den Giftgasangriff auf Chan Scheichun
Foto: dpa
| Das syrische Regime ist für den Chemiewaffenangriff auf den Ort Chan Scheichun verantwortlich, bei dem am 4. April dieses Jahres mindestens 83 Menschen getötet wurden. Dies ist eine der zentralen Aussagen des neuesten Berichts der Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats zur Lage in Syrien, der am Mittwoch vorgelegt wurde. Es wurde erst am 2. April das wichtigste Krankenhaus der Gegend aus der Luft zerstört, am Morgen des 4. April Chan Scheichun mit Giftgas bombardiert und am Mittag des 4. April der wichtigste Sammelpunkt für Opfer des Giftgasangriffes aus der Luft angegriffen. Den Angriff auf Chan Scheichun flog eine Sukhoi-22 (Su-22) der syrischen Luftwaffe. Es fielen drei konventionelle Bomben, die vierte setzte eine Wolke von chemischen Kampfstoffen frei, „die sich über eine Entfernung von 300 bis 600 Meter vom Einschlagsort ausdehnte und mindestens 83 Personen tötete“. Syrisch-russische Behauptungen, es sei ein Chemiewaffendepot der Rebellen bombardiert worden, seien weder belegt noch plausibel. (taz)
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