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Sylvia Prahl sucht nach den schönsten Spielsachen

Geräuschvolles Suppe­schlürfen und Schmat­zen – was in einem Land Indikator für „Schmeckt prima!“ ist, ist in anderen ein Affront und Zeichen für keinen Benimm. Zusätzlich Verwirrung stiftet, dass dasselbe Verhalten mal richtig und mal falsch sein kann, es einfach davon abhängt, ob man sich gerade auf dem Sofa, in der Oper oder in der Schule befindet. Am Samstag um 15 Uhr erörtern Kinder ab sechs Jahren gemeinsam mit Uta Rinklebe vom MachMitMuseum im Workshop „Inside HKW“, wo diese Regeln herkommen und wie sie herausbekommen können, was an einem ihnen unbekannten Ort als „normal“ gilt (www.hkw.de, 5 €).

Auf der Pfaueninsel im Wannsee ist es normal, dass Pfaue quäken und den Weg versperren. Aber auch Ponys grasen friedlich, Familien entschleunigen, picknicken und wundern sich über das Holzschloss, dessen schiefergrauer Anstrich uns vorgaukeln soll, es sei aus Stein erbaut. Außerdem wohnt bei der Fontäne, gleich neben den riesigen Volieren, eine kleine Elfe, die sich auf der Insel bestens auskennt. Am Samstag können um 15 Uhr Kinder ab sechs Jahren „Mit der Elfe Tara die Pfaueninsel entdecken“. Sie erzählt, wo, wie und warum auf der Insel wilde und exotische Tiere lebten, was die Königskinder hier früher gespielt haben und was die Lieblingsplätze der Prinzessinnen waren, die hier früher lebten (www.spsg.de, Anmeldung: 0331-96 94-200, 8 €, ­Familie 15 €, inkl. Überfahrt).

Elfenfreund*innen, die sich seit dem Weltbienentag für das Thema Bienensterben interessieren, können mit dem Buch „Leonie Looping. Das Rätsel um die Bienen“ lösen. Leonie und ihr Freund Florian können sich mittels Einnahme von Schrumpferbsen in Elfen verwandeln und dann die Sprache der Bienen verstehen. Das ist praktisch, denn mit den Bienen stimmt etwas nicht. Völlig verstrahlt eiern sie umher, wollen lieber chillen als ihrer Arbeit nachgehen. Leonie findet heraus, dass das mit dem Pflanzenschutzmittel zu tun hat, dass ein skrupelloser Vertreter der Firma „Ackerbürste“ an die Bauern im Umkreis der Bienenstöcke fleißig vertickt. Mithilfe der Bienenkönigin und ihren anderen Elfenfreunden erteilt Leonie dem Händler eine Lektion, die ihn zu einem anderen Menschen macht. Und die Bauern suchen sich lieber ein Pflanzenschutzmittel, das die Bienen nicht von den Äckern bürstet. Das Erstleserbuch von Cally Stronk und Constanze von Klitzing macht Kinder auf die Problematik des Bienensterbens aufmerksam und erzählt fesselnd eine schöne Geschichte von Solidarität und Freundschaft, verdeutlicht von lieblich-humorvollen Illustrationen (Ravensburger, 2018, 8,99 €).

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen