■ Südafrika: Streit um Spranger
Berlin (taz/dpa) – In Südafrika ist nach Presseberichten ein Streit um deutsche Entwicklungshilfe ausgebrochen. Das Bonner Entwicklungshilfeministerium (BMZ) unter Carl-Dieter Spranger habe unverbindlich zugesagt, die im August angekündigten 50 Millionen Mark deutsche Kapitalhilfe für Wohnungsbau in Südafrika an die Stiftung „Rural Foundation“ zu leiten, die dem weißen Ex-Präsidenten de Klerk nahestünde, berichtete gestern die Johannesburger Zeitung Star. De Klerk habe das bei einem Privatbesuch in Bonn im Juli angeregt. Staatschef Nelson Mandela wolle den Vorgang untersuchen lassen. Das BMZ bestätigte die Zusammenarbeit mit der „Rural Foundation“. Die Idee zu dem Wohnungsbaufonds komme tatsächlich von der Stiftung; es gebe jedoch noch keine „Festlegung auf die Rural Foundation als Träger“, heißt es in einer Erklärung.
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