Sudan: : Trockenübung ohne Männer
Wenn man sich vor Augen führt, mit und gegen was Alaa Hamdato in den vergangenen zwei Jahren zu kämpfen hatte, ist es fast schon ein kleines Wunder, dass es ihr Unternehmen Solar Food überhaupt noch gibt. Ihre Fabrik, in der sie nicht nur solar getrocknete Biolebensmittel wie Mangos und Tomaten herstellte, sondern auch innovative Hochleistungstrockner und Öfen, die mit sauberer Energie Lebensmittel trocknen, wurde durch den Krieg in Sudan zerstört. Sie selbst musste nach Ägypten fliehen. USAID stellte die Finanzierung ein. Einfuhrbeschränkungen in den Sudan taten ihr Übriges.
Trotzdem kehrte Alaa Hamdato nach Sudan zurück, wo sie nicht nur ihre Fabrik wiedereröffnet hat, sondern gemeinsam mit einer Frauenkooperative in Ostsudan eine Initiative gründete, in der Landwirte geschult werden, ihre überschüssigen Ernten zu trocknen. Sie verwenden dazu solarbetriebene Trockner, verpacken die Ernte in recyclebare Beutel und verkaufen sie ohne Zwischenhändler zu einem von ihnen selbst festgelegten Preis.
Alaa sagt, dass sie deshalb vor allem gezielt mit Frauen zusammenarbeite, da diese die erforderliche Geduld und Präzision mitbrächten. „Männer“, so sagt sie, „betrachten sich als reine Jäger.“ Für ihre Arbeit wurde sie im Jahr 2025 als eine der Gewinnerinnen des Forty Under 40 Africa Award ausgezeichnet. Und das völlig zu Recht!
Reham Abbas ist eine sudanesische Journalistin. Sie lebt und arbeitet in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Umverteilung gegen rechts
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