piwik no script img

Sturm und Regen verwüsten Alpen

Ein Toter und mehrere Verletzte. Roter Saharasand in Kärntner Stadt Villach gesichtet

MÜNCHEN/BERN afp ■ Stürme und Regenfälle haben am Wochenende den Alpenraum ins Chaos gestürzt. In Oberbayern wurden bei einem orkanartigen Föhnsturm nach Angaben der Polizei mindestens zehn Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Dabei entstanden Sachschäden in Millionenhöhe.

In Österreich starb ein Mensch, als ein Zug durch den Föhnsturm entgleiste. Der starke Wind richtete bei Temperaturen von rund 23 Grad Celcius seit Freitag in den westlichen Bundesländern Tirol und Salzburg sowie im südlichen Kärnten und der Steiermark schwere Schäden an. Im Skiort Zell am See wurden die Bewohner wegen der Gefahr umstürzender Bäume gebeten, in den Häusern zu bleiben. In der Kärntner Stadt Villach sichtete man roten Sand, der laut Experten aus der Sahara herangeweht worden war.

Von heftigen Regenfällen waren in der Schweiz besonders die Kantone Graubünden im Osten und Tessin im Süden betroffen. Im Dorf Schlans in Graubünden wurden durch einen Erdrutsch nach Angaben der Polizei mehrere Menschen verletzt. Der Ort wurde vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten.

Regenfälle machen auch den Franzosen zu schaffen. Bei Grenoble entgleiste ein TGV, weil die Gleise verschlammt waren. Niemand kam zu Schaden.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen