: Sturm treibt Fluten hoch
■ Am Jangtse brechen immer mehr Deiche. Peking verhängt totale Nachrichtensperre
Peking (dpa) – In den Überschwemmungsgebieten entlang des Jangtse-Flusses in China wird die Lage immer dramatischer. Ein tropischer Sturm drohte mit schweren Regengüssen von der Küste in Richtung der Provinz Jiangxi zu ziehen und dort die Pegel des Jangtse noch weiter in Rekordhöhen zu treiben. Gleichzeitig gaben die ersten Deiche dem gewaltigen Druck des riesigen Stromes nach. Die Behörden müssen neben den Wassermassen auch weitverbreitete Plünderungen in den von ihren Bewohnern verlassenen Häusern bekämpfen.
Ein Behördensprecher gab zu, daß noch mehr Menschen gestorben sind, wollte aber keine Zahlen nennen. Peking hat die lokalen Behörden angewiesen, keine Informationen über Todesopfer an die Medien weiterzugeben. Chinesische Journalisten dürfen über die Verheerungen des Hochwassers nicht mehr berichten. Die letzte öffentlich genannte Zahl der Todesopfer wurde vor zwei Wochen mit knapp 1.300 angegeben.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen