: Sturm auf das Rathaus
■ Jugendliche protestieren gegen unbezahlbare Wohnungen in Dresden
Dresden (AP) – Etwa 150 Jugendliche haben am Donnerstag abend das Dresdner Rathaus gestürmt. Um 18.20 Uhr – mitten in der Sitzung des Stadtparlaments – erschienen mindestens 500 junge Demonstranten vor dem Rathaus. Die Jugendlichen drückten Scheiben von Eingangstüren ein, etwa 150 besetzten nach Polizeiangaben anschließend die Gänge vor dem Sitzungssaal des Stadtrats. Die Jugendlichen aus Altbauvierteln der Dresdner Neustadt forderten mehr bezahlbaren Wohnraum in ihrem Kietz, der zum Sanierungsgebiet erklärt wurde.
Vor dem Abgeordnetensaal lärmten sie mit Trommeln und Rasseln, so daß die Sitzung des Stadtrats unterbrochen werden mußte. Oberbürgermeister Herbert Wagner ließ danach einen Sprecher der Jugendlichen vor den 70 Abgeordneten zu Wort kommen, der sie aufforderte, für mehr sozial verträgliche Wohnungen zu sorgen. Im Gegenzug beendeten die zum Teil vermummten Jugendlichen ihre Aktion.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen