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Stripperinnen mit Diplom

Reykjavik (AFP) – In Island dürfen Stripperinnen künftig nur noch ihre Kleider ablegen, wenn sie ein entsprechendes Diplom besitzen. Auf Grundlage der im vergangenen Monat vom Sozialministerium angekündigten Vorschrift wollen die Behörden nun vor allem Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht und illegale Prostitution ahnden. Dem isländischen Gesetz zufolge dürfen ausländische Künstler steuerfrei eine begrenzte Zahl von Darbietungen geben, ohne dafür ein Visum oder eine Arbeitserlaubnis beantragen zu müssen. Nach Informationen der Behörden wird diese Regelung aber zunehmend von ausländischen Stripperinnen mißbraucht, die nach einer zweiwöchigen „Tournee“ beginnen, als Prostituierte zu arbeiten. Zwei jungen estnischen Tänzerinnen wurde aufgrund der Vorschrift unlängst eine Aufenthaltserlaubnis verweigert, weil sie nur eine „ungenügende Tanzausbildung“ vorzuweisen hatten.