: Streit um ein Angstthema
Die kritische Neubewertung früherer großer Studien hat eine wissenschaftliche Kontroverse ausgelöst. Auf der einen Seite stehen Mediziner wie der Leiter des Bremer Screening-Projektes, Hans Junkermann: „Es ist besser, kleinere Tumoren zu behandeln als größere, weil sie seltener Metastasen gebildet haben.“ Auch sinke die Brustkrebssterblichkeit in Gebieten, wo es, wie in Schweden und England, Screening gebe.
Kritiker dagegen vermuten, dass dies andere Ursachen hat, wie die mittlerweile veränderte Hormonvergabe an ältere Frauen. Auch sei nicht nachgewiesen, ob es betroffenen Frau helfe, wenn sie frühzeitig von einem (nicht heilbaren) Brustkrebs wissen. Zwar würden sie häufiger behandelt und operiert – aber dies habe nicht nachweislich lebensverlängernde Wirkung.
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