: Streit um Versorgung verletzter Golfkrieger
■ Verwaltung bereitet sich auf mögliche US-Ansprüche vor
Berlin (taz) — Die mögliche Nutzung ziviler deutscher Einrichtungen wie Flughäfen und Krankenhäuser für Transport und Versorgung Verwundeter der US-Streitkräfte am Golf bleibt umstritten. Angebliche Bitten der Bush-Administration, bei Bedarf den Nürnberger Flughafen für den zivilen Flugbetrieb zu schließen und die Nutzung den USA zu überlassen, stießen auf heftigen Widerstand von Stadtoberhaupt und Flughafengesellschaft. Allerdings könne man neben dem normalen Flugbetrieb auch Verwundetentransporte abfertigen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Innenbehörden der Länder gehen davon aus, daß die USA soweit als möglich auf eigene und Bundeswehrkrankenhäuser zurückgreifen. In Hessen existiert aber schon ein Schreiben des Sozialministeriums, das die Verteilung von Verwundeten auf zivile bundesdeutsche Krankenhäuser anspricht und erste Modalitäten der Verteilung der Patienten regelt. In einem Gewissenskonflikt sehen sich Zivildienstleistende: Sollen sie verwundete Golfkrieger pflegen und so indirekt zu kriegerischen Auseinandersetzungen beitragen? „Liegenlassen werden wir wohl keinen“, meint Rudi Friedrich von der DFG/VK. SEITE 5
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen