: Streit um Tekkno
Osnabrück (dpa/taz) – In der Musikszene entwickelt sich Widerstand gegen das große Geschäft mit Tekkno. Die Band „Heggen“ aus Dissen bei Osnabrück hat die Initiative „Musicians against Tekkno“ ins Leben gerufen. „Wir fordern zwar nicht die Abschaffung von Tekkno“, so Sänger und Keyboarder Marco Heggen (24). Die Initiative wolle aber über die „Geschäftemacherei mit kommerziellem Tekkno“ aufklären. Die meisten Jugendlichen wüßten nicht, daß „Tekkno-CDs in der Herstellung nicht mal ein Fünftel von einer herkömmlichen Rockscheibe kosten – trotzdem muß dafür der gleiche Preis gezahlt werden“. Außerdem, so klagt die Initiative, seien viele Clubs an Live- Auftritten nicht mehr interessiert: „Es ist ja auch viel billiger, Tekkno-CDs aufzulegen und dafür horrenden Eintritt zu kassieren.“ Die Tekkno-Szene reagiert gelassen: „Ich halte überhaupt nichts davon, Musik reglementieren zu wollen“, sagt Dirk Lunkenheimer vom „Mayday“-Label. Die Initiative der Band „Heggen“ nennt er einen „lächerlichen Versuch einer erfolglosen Rockkapelle, auf sich aufmerksam zu machen“.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen