: Streit um Tekkno
Osnabrück (dpa/taz) – In der Musikszene entwickelt sich Widerstand gegen das große Geschäft mit Tekkno. Die Band „Heggen“ aus Dissen bei Osnabrück hat die Initiative „Musicians against Tekkno“ ins Leben gerufen. „Wir fordern zwar nicht die Abschaffung von Tekkno“, so Sänger und Keyboarder Marco Heggen (24). Die Initiative wolle aber über die „Geschäftemacherei mit kommerziellem Tekkno“ aufklären. Die meisten Jugendlichen wüßten nicht, daß „Tekkno-CDs in der Herstellung nicht mal ein Fünftel von einer herkömmlichen Rockscheibe kosten – trotzdem muß dafür der gleiche Preis gezahlt werden“. Außerdem, so klagt die Initiative, seien viele Clubs an Live- Auftritten nicht mehr interessiert: „Es ist ja auch viel billiger, Tekkno-CDs aufzulegen und dafür horrenden Eintritt zu kassieren.“ Die Tekkno-Szene reagiert gelassen: „Ich halte überhaupt nichts davon, Musik reglementieren zu wollen“, sagt Dirk Lunkenheimer vom „Mayday“-Label. Die Initiative der Band „Heggen“ nennt er einen „lächerlichen Versuch einer erfolglosen Rockkapelle, auf sich aufmerksam zu machen“.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen