■ Standbild: Ohne Lisa
„Mona Lisa: Männergespräche“, So., 18.15 Uhr, ZDF
Wenn Männer unter sich sind, reden sie über Fußball, Autos, Jobs und über Frauen. Vermutlich. Denn leider läßt sich als Frau kaum feststellen, worüber und wie sie wirklich unter sich reden. „Männergespräche“ als Thema einer Frauensendung könnten daher interessante Einblicke liefern für Frauen „auf der Suche nach dem anderen Geschlecht“, wie Petra Gerster ankündigt.
Aufgespürt wurden die geheimnisvollen Wesen natürlich am Tresen, und zwar in einer Münchner Nobelbar, denn schließlich interessieren wir uns nicht für den gemeinen Hausmann – der hat eh nix zu sagen. Statt nun aber das Objekt der Neugier mit versteckter Kamera quasi in freier Wildbahn zu belauschen, wirft die wackere Forscherin ihm knappe Fragen an den Kopf. Von wegen Männergespräche!
So erfahren wir wieder nur Altbekanntes: Ministerpräsident Gerhard Schröder wäre gern ein bißchen größer und ist stolz, „so eine schöne Frau geheiratet zu haben“. Bis auf Peter Scholl-Latour bestreiten alle Männer vehement, jemals für die Liebe bezahlt zu haben, und der „Bewegte Mann“ Til Schweiger gesteht lachend, das erste Mal sei „superanstrengend“ gewesen.
War's das, was wir wissen wollten? Zum anderen Geschlecht befragt, fällt Formel-1-Star Michael Schumacher nur „Schminken, sich die Nägel machen“ ein, aber selbstverständlich behaupten alle, bei einer Frau erst auf die Augen und dann auf den „ähm, Hintern“ zu achten. Der moderne Mann wünscht sich eine starke Frau. Entertainer Karsten Speck ruft enthusiastisch: „Ich liebe emanzipierte Frauen und hasse Emanzen!“ Der Haarausfall soll ihn treffen, denn den fürchten Männer noch mehr als den Verlust ihrer Kreditkarte. Anne Winter
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