: Stabiler Aufschwung
■ Ifo-Konjunkturbericht für den Mai
München (dpa) – Mehr Aufträge für die Industrie, eine lebhafte Bautätigkeit: Der allmonatliche Konjunkturtest des Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung signalisiert einen vorerst stabilen Aufschwung in Ost- wie Westdeutschland.
Allerdings werden bald auch wieder die Preise ansteigen – was etwa gleich bleiben wird, ist die Arbeitslosenquote. Im Westen wollen etwa 14 Prozent der befragten Firmen ihre Beschäftigtenzahlen reduzieren. In ostdeutschen Betrieben soll die Belegschaft in den nächsten Monaten um zwei Prozent verringert werden, in fast einem Drittel der Unternehmen ist Kurzarbeit angeordnet.
Optimistisch fallen vor allem die Prognosen für die Industrie aus, die Impulse aus dem Exportgeschäft erwartet. In Ostdeutschland klagt nur noch ein Viertel der Firmen über Absatzschwierigkeiten, die vor Finanzierungsproblemen (15 Prozent), unzureichender technischer Ausstattung (sechs Prozent) sowie dem Fachkräftemangel (vier Prozent) genannt werden. Während im ostdeutschen Baugewerbe eine insgesamt lebhafte Bautätigkeit ermittelt wurde, wird in Westdeutschland vor allem der Wohnungsbau günstig beurteilt. Die Auftragsbestände in der westdeutschen Bauwirtschaft lagen im Mai mit 3,0 Monaten (saison- und witterungsbereinigt) über dem Vorjahreswert von 2,8 Monaten. Der westdeutsche Großhandel dürfte seinen Umsatz spürbar gesteigert haben. Nur der ostdeutsche Großhandel beurteilte seine Lage im Mai als unbefriedigend.
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