■ Staatsanwalt ermittelt gegen Soldaten: Hat die Bundeswehr in Somalia gefoltert?
Bonn (dpa) – Die Staatsanwaltschaft soll Foltervorwürfe gegen Offiziere der Bundeswehr bei ihrem Einsatz in Somalia prüfen. Das teilte gestern der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Hans-Dieter Wichter, mit. Das ARD-Magazin „Monitor“ hatte berichtet, Bundeswehrsoldaten hätten an ihrem Einsatzort in Belet Huen gefangene Somalis, die des Diebstahls verdächtigt wurden, durch körperliche und psychische Mißhandlungen zu Geständnissen gezwungen. Dabei sollen Offiziere Gefangenen damit gedroht haben, ihnen, wie es das islamische Recht vorsieht, die Hand abzuhacken. Um dieser Drohung Nachdruck zu verleihen, habe bei den Vernehmungen eine Axt sichtbar bereitgelegen. Der Hardthöhen-Sprecher erläuterte, die Vorwürfe seien in fünf Fällen erhoben worden. Zwei von ihnen, die möglicherweise strafrechtlich relevant seien, sollen nun von der Staatsanwaltschaft untersucht werden.
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