piwik no script img

Sprachregelungen nicht mittragen

■ betr.: "Dutzendweise neue Anschläge gegen Flüchtlinge", taz vom 2.10.91

betr.: „Dutzendweise neue Anschläge gegen Flüchtlinge“,

taz vom 2.10.91

„In Hessen wurde am Sonntag eine dunkelhaarige Deutsche als ,Asylantenschwein‘ beschimpft und mit einem Messer angegriffen.“ Warum eigentlich „eine Deutsche“? Wäre einer Ausländerin dadurch weniger Unrecht geschehen? Ist es nicht viel mehr so, daß eine dunkelhaarige Frau von (einem?) Deutschen (Mann!) beschimpft und angegriffen wurde?

In Zeiten wie diesen, müßten wenigstens Blätter wie die taz, die allgemein herrschenden Sprachregelungen nicht mittragen. Gero Seelig, (West-)Berlin

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen