: Spinnkopf- oder lieber Kokermühle?
Am Pfingstmontag wird in Hamburg und Schleswig-Holstein der 5. Mühlentag gefeiert. 57 MühlenbesitzerInnen laden zum Tag der Offenen Tür (Eintritt selbstredend frei) mit Besichtigungen, Vorführungen, Ausstellungen und natürlich Speis, Trank und Musik.
Daß die Holländermühle von einem holländischem Mühlenbauer erfunden wurde, läßt sich leicht vermuten, bei der Bock- Koker- oder Spinnkopfmühle ist die Bestimmung für Laien schon schwieriger. Es gilt vor allem, auf Form, Unterbau, und Drehbarkeit zu achten und ob das Wasserrad „oberschlächtig“ oder „unterschlächtig“ läuft: All das können BesucherInnen am Mühlentag unter fachkundiger Anleitung selbst herausfinden.
Dem Rendsburger „Verein zur Erhaltung der Wind- und Wassermühlen in Schleswig-Holstein und Hamburg“ ist es zu verdanken, daß viele Mühlen überhaupt noch erhalten sind. Der Verein macht es sich nun schon seit drei Jahrzehnten zur Aufgabe, durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sponsoren die hölzernen Zeitzeugen vor Verfall und Vergessen zu retten. Und so erstrahlen viele Mühlen heute in neuem Glanz, artentfremdet zwar – als Wohnhaus, Museum oder Restaurant – jedoch als Zeuge einer Zeit, da MüllerIn noch in der Mühle wohnte. bs
„Verein zur Erhaltung der Wind- und Wassermühlen e.V.“, %04331 / 18 23 65
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen