Specht der Woche: Mehr Behinderte im Fernsehen
Foto: Zeichnung: Christian Specht
Christian Specht, 48, ist politisch engagiert und unter anderem Mitglied im Behindertenbeirat in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg sowie im Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet. Wenn er es zulässt, zeigt die taz sein Bild.
Heute habe ich einen Rollstuhlfahrer gemalt, der eine Fernsehsendung moderiert. Ich finde es sehr wichtig, dass Behinderte auch im Fernsehen Menschen sehen, die so sind wie sie selbst.
Generell brauchen wir mehr Vielfalt in den Medien. Vor allem beim RBB würde ich mir das wünschen. Auch bei anderen Medien wird in diesem Bereich noch nicht genug gemacht, aber vor allem beim RBB. Denn die produzieren nur langweilige Schrottsendungen. Jetzt wollen sie eine Rundumerneuerung machen, achten aber trotzdem nicht auf die Vielfalt.
Bei dem freien Sender Alex kommt zum Beispiel am Montag immer eine Sendung mit Gebärdensprache, das finde ich gut, und die gucke ich auch manchmal. So etwas könnte ich mir auch beim RBB vorstellen.
Aber bei denen sitzt noch nicht mal ein Behindertenvertreter im Rundfunkrat. Die Interessen von Behinderten werden also gar nicht beachtet.
ProtokollPOLA
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