: Sorge um Spielmöglichkeiten für Kinder
■ betr.: „Stille Post am Kollwitz platz“, taz vom 12. 5. 95
Uwe Rada suggeriert in der Unterzeile, daß niemand anders als ein Bündnisgrüner für den Polizeieinsatz am Kollwitzplatz verantwortlich ist. An anderer Stelle heißt es zweideutig: „Die einen Grünen riefen, und die anderen Grünen kamen.“ Dabei beschreibt derselbe Autor in demselben Artikel nichts anderes, als daß ein Mitglied der Bündnisfraktion eine Woche (sic!) vor dem Polizeieinsatz sich um den eben fertiggestellten Spielplatz sorgte und Bewässerung und Verbotsschilder anregte.
Aber wahrscheinlich hält Uwe Rada die Sorge um die Spielmöglichkeiten von Kindern schon für ein Stück angewandten Faschismus. Die Szene könnte sich ja womöglich in ihrem nächtlichen Bewegungsdrang eingeschränkt fühlen. Claudio Struck
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen