■ Somalia/USA: Demonstration
Mogadisshu (AP) – Hunderte von aufgebrachten Somaliern haben gestern in der Hauptstadt Mogadischu zum Teil gewalttätig gegen die US-Truppen demonstriert und dabei auch Barrikaden errichtet. Soldaten der internationalen Interventionstruppe feuerten Warnschüsse in die Luft und verstärkten ihre Streifenfahrten. Ein Teil der Menge stürmte die ehemalige ägyptische Botschaft. Ein italienischer und ein US-Soldat wurden bei den Protesten verletzt. Die Demonstration stand vermutlich im Zusammenhang mit den Kämpfen in der südsomalischen Stadt Kismayo. Am Vorabend hatte Bürgerkriegsgeneral Mohammed Farah Aidid heftige Kritik am Eingreifen der Interventionstruppe in Kismayo geübt. Im Rundfunk sagte er, die ausländischen Soldaten hätten die Menschen in der Stadt entwaffnet und es so dem Rivalen Said Hirsi ermöglicht, Kismayo zu übernehmen.
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