: Solidarisch mit Jürgen Fuchs
■ Erklärung von Stasi-Opfern nach Morddrohungen
Berlin (dpa) — Einstige Stasi-Opfer haben sich mit Jürgen Fuchs solidarisch erklärt. „Vierzig Jahre regierte die SED durch Ausübung und Androhung von Gewalt. Nun wird der Schriftsteller Jürgen Fuchs neben anderen perfiden Schikanen mit Mord bedroht, weil er Stasi-Hintergründe aufdeckt und Täter öffentlich zur Ehrlichkeit auffordert“, heißt es in der Erklärung. Zu den 44 Unterzeichnern, politisch Verfolgte und Inhaftierte sowie aus der DDR Ausgebürgerte, gehören Michael Blumhagen, Petra Falkenberg, Anton Jochen Friedel, Roland Jahn, Detlef Pump, Bettina und Lutz Rathenow, Christine und Siegfried Reiprich sowie Eve und Frank Rub. Gewalt rette die „potentiellen Mörder“ ebensowenig, wie „Mauer und Todesschüsse“ einst das SED-Regime gerettet hätten, heißt es in dem Schreiben. Die Unterzeichner wollen „alles versuchen, um die Wahrheit über SED und MfS aufzudecken“.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen