: Smogalarm im Raum Mailand
ROM taz ■ Im gesamten Großraum Mailand herrschte gestern von 8 bis 20 Uhr absolutes Fahrverbot. Die Region Lombardei hatte das Verbot für die Städte Mailand, Como sowie 35 weitere Kommunen ausgesprochen, da die Staub- und Stickoxidwerte der Mailänder Luft in den letzten Tagen Rekordwerte erreicht hatten. Bei der Staubkonzentration wurde mit 240 Mikrogramm pro Kubikmeter das Dreifache des Schwellenwerts erreicht. Vom Verkehrsstop betroffen waren erstmals auch Kat-Autos. Mailand gehörte damit gestern komplett den Fußgängern, Radfahrern und den Nutzern des Öffentlichen Nahverkehrs: Ein normaler Fahrschein zu 1,50 DM galt als Tageskarte. Besonders durften sich gestern die gut 5.000 Teilnehmer des Stadtmarathons freuen. Sie liefen nicht nur durch weniger smoggeschwängerte Luft, sondern hatten auch eine unbeschwerte An- und Abreise: Der Oberbürgermeister hatte den Marathonläufern eine Sondergenehmigung zur Benutzung von PKWs erteilt. MB
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen