Smartphone-Markt: Samsung überholt Apple

Wechsel an der Pole Position: Apple muss die Marktführerschaft bei Smartphones an Samsung abgeben. Motorola bleibt weiter in der Verlust-Zone, Sony trennt sich von Ericsson.

So sehen Sieger aus: "Galaxy"-Smartphones von Samsung. Bild: dapd

PARIS/LIBERTYVILLE/STOCKHOLM afp/dpa | Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung hat seinen US-Konkurrenten Apple bei der Zahl der weltweit verkauften Smartphones überholt und klar abgehängt.

Samsung verkaufte zwischen Juli und September 23,8 Prozent aller 117 Millionen global verkauften Internethandys, wie US-Marktforscher am Freitag mitteilten. Das iPhone von Apple hingegen machte nur noch 14,6 Prozent der weltweiten Verkäufe aus.

Apple hatte erst im zweiten Quartal den finnischen Handybauer Nokia überholt und sich damals Platz eins erkämpft. Die Schwäche von Apple könne nun auch daher kommen, dass die Mobilfunk-Anbieter und Kunden den Start des neuen "iPhone 4S" abgewartet hätten, das kürzlich auf den Markt kam, erklärten die Marktforscher.

Nokia belegt mittlerweile Platz drei mit einem Marktanteil von 14,4 Prozent - ein Jahr zuvor hatten die Finnen noch 32,7 Prozent der Smartphones weltweit verkauft.

11,6 Millionen ausgelieferte Handys

Im Gegensatz zu Apple, Samsung und HTC verliert Rivale Motorola Mobility weiter Geld: Das US-Unternehmen wies ähnlich wie im Vorjahr für das dritte Quartal einen Verlust von etwa 22 Millionen Euro aus. Der Umsatz stieg dagegen um 11 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar.

Die Zahl der ausgelieferten Handys stieg von 9,1 Millionen auf 11,6 Millionen, darunter 4,8 Millionen der teuren und besonders lukrativen Smartphones. Allerdings erwies sich Motorolas Tablet Xoom mit lediglich 100.000 abgesetzten Stück als Ladenhüter. Apple schlug in der gleichen Zeit 17,0 Millionen iPhones sowie 11,1 Millionen iPads los.

Unterdessen wurde am Donnerstag bekannt, dass es Handys und Smartphones der Marke Sony Ericsson bald nicht mehr geben soll. Der japanische und der schwedische Konzern wollen ihr Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Handys nach zehn Jahren wieder auflösen; Sony zahlt für den 50-Prozent-Anteil von Ericsson rund 1,05 Milliarden Euro.

Die Japaner wollen den Bau von Smartphones und Tablets mit ihrer Spielkonsolen- und Computersparte verbinden, Ericsson dagegen will sich wieder auf sein Kerngeschäft Mobilfunknetze konzentrieren. In den drei Monaten von Juli bis Ende September machte das Unternehmen nach eigenen Angaben keinen Gewinn. Der Umsatz fiel leicht auf 1,58 Milliarden Euro, die Zahl der verkauften Geräte um neun Prozent auf 9,5 Millionen.

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