piwik no script img

Slowakei gründet eigene Notenbank

Bratislava (dpa) — Die Slowakische Republik will zum 1.Januar nächsten Jahres eine eigene Nationalbank einrichten. Nach gestrigen Presseberichten sagte der slowakische Finanzminister Julius Toth, die Regierung wolle dem Parlament in Bratislava bald ein Gesetz zur Gründung einer Notenbank vorlegen. Der tschechische Ministerpräsident Vaclav Klaus und sein slowakischer Amtskollege Vladimir Meciar hatten bei ihren jüngsten Verhandlungen vergangenen Monat vereinbart, daß nach der Auflösung der CSFR zu Jahresbeginn 1993 auf lange Sicht zwei selbständige Währungen mit einem festen Wechselkurs eingeführt werden sollen.

Solange soll zwischen Tschechei und Slowakei noch eine Währungsunion bestehen. CSFR-Regierungschef Jan Strasky sagte zur Ankündigung Toths, die Billigung des Gesetzes über eine Notenbank stehe im Widerspruch zur vereinbarten Währungsunion. Beobachter in Prag gehen davon aus, daß die zunächst angestrebte Währungsunion unwahrscheinlich wird.

Nur noch 390 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 390 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen