: Ski und Rodel schlecht
Tiefen Frost und kräftig Schnee wird man künftig in Deutschland nicht mehr haben, sagen Klimaforscher
HAMBURG dpa ■ In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“, sagt Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie anlässlich des 25-jährigen Geburtstages seines Klimaforschungsinstituts. Dies sei die Folge des globalen Klimawandels in Mitteleuropa.
„Durch den Einfluss des Menschen werden die Temperaturen bei uns mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent noch weiter steigen“, prognostiziert Latif. Der Treibhauseffekt werde mehr Westwindlagen bringen. Das bedeutet regenreiche und noch mildere Winter. „Deutschland wird verstärkt unter dem Einfluss von Island-Tiefs stehen, im Mittelmeerraum werden sich Azorenhochs verstärkt auswirken“, sagt der Meteorologe voraus. Für Südeuropa bedeute dies Dürren.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen