: Sex mit Fritten
Das Land der Gelbier steht unter Schock
Das Entsetzen im gelben Reich der Fritten ist groß: „Zu klein für Pommes – Dürresommer schrumpft belgische Kartoffeln“, überschrieb die Food-Agentur AFP am Mittwoch einen erschütternden Report aus dem Land der Gelbier, wo die Fritte erfunden wurde: „Mathieu Comijn guckt auf die Knollen, die er aus seinem Kartoffelfeld gezogen hat. Sie sind kaum größer als Tischtennis-Bälle. ‚Wie wollen Sie da eine Pommes draus schneiden?‘, fragt er.“ Und wir fragen uns: Pommes werden aus Kartoffeln geschnitten? Wir dachten immer, sie wachsen an Bäumen, den berühmten belgischen Fritten-Bäumen. Doch die hat offenbar der Klimawandel hinweggerafft. Und so stirbt mit der Hitze eine der seltsamsten Ausprägungen der europäischen Kultur. Denn ohne Fritten können Gelbier nicht leben. Sie essen sie nicht nur, sie verwenden sie auch zum Beispiel statt Wattestäbchen zum Ohrenreinigen. Und sie hübschen damit ihre mausgrauen Fisselhaare zu munteren gelben Frisuren auf. Und schließlich nutzen Gelbier die Fritten auch für den Sex – wie genau, darüber legen wir hier lieber das belgische Mäntelchen des Schweigens. Aber wo keine langen gelben Kartoffelstäbchen, da keine Fortpflanzung. Gelbien stirbt aus. Eine bislang ungeahnte Folge des Klimawandels.
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