: Servus, Herr Stölzl!
Ein Königsdrama hat er am Berliner Himmel schon vor Wochen dräuen sehen. Heute nun fällt auch für Christoph Stölzl der Vorhang. Tusch! Und tschüss!
Christoph Stölzl war ein Mann der Superlative. Keiner hat das Verhältnis von gesprochenem Wort zu erfolgten Taten derart strapaziert wie der ehemalige Chef des Deutschen Historischen Museums. Die Messlatte ist damit hoch gelegt, und Stölzl wird sicher der Erste sein, der den Fall seiner Nachfolgerin mit Kennermiene zu kommentieren weiß.
Sein einziger Erfolg war zugleich sein letzter. Erst vor einigen Tagen unterschrieb Christoph Stölzl mit Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin den Hauptstadt-Kulturvertrag. Heute erhält er seine Entlassungsurkunde. Aber rüstige Rentner werden immer gesucht, und sei’s als Nachtwächter in der Deutschen Oper. Servus!
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen