: Senat plant Hebammenzentren
Die Einrichtungen könnten feste Stellen anbieten und die Versicherungskosten übernehmen
Bremen soll eine Vermittlungsstelle für Hebammen bekommen. Am Dienstagabend stimmte die Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz einem entsprechenden Vorschlag zu. Mit diesem reagierte die Gesundheitssenatorin auf die ungleiche Versorgung der Stadtteile sowie den Fachkräftemangel.
Die Pläne beinhalten eine digitale Plattform, um freiberufliche Hebammen zu erreichen, sowie quartiersnahe Hebammenzentren, um die Suche nach Hebammen zu erleichtern. Zudem sollen die Hebammen stärker zusammenarbeiten. Die Berufsausbildung soll zukünftig an einer Hochschule stattfinden.
Unterdessen stellten WissenschaftlerInnen der Uni Bremen Ergebnisse einer Hebammen-Befragung vor. Ergebnis: Es müsse mehr Personal rekrutiert werden, um die Versorgung zu verbessern.
Kritik kam von einer anwesenden Hebamme, die anmerkte, dass Freiberuflerinnen Kosten, wie die Haftpflicht- oder Rentenversicherung, selbst zu tragen hätten. Hebammenzentren könnten aus Sicht des Senats in Zukunft ein Angestelltenverhältnis bieten, um die Hebammen zu entlasten. (fma)
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 360 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen