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Selbstmordanschlag in AfghanistanAttentäter tötet 26 Menschen

Nahe einer US-Militärbasis hat ein Selbstmordattentäter mindestens 26 Zivilisten mit in den Tod gerissen. Noch hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt.

AP | Ein Selbstmordattentäter hat in der Nähe eines Militärstützpunktes im Osten Afghanistans mindestens 26 Zivilisten getötet. Neun weitere Menschen seien verletzt worden, zwei von ihnen befänden sich in kritischem Zustand, teilte der Gesundheitsdirektor der Provinz Chost, Hedajatullah Hamedi, mit. Unter den Opfern seien vor allem Frauen und Kinder, darunter acht Mitglieder einer einzigen Familie.

In unmittelbarer Nähe des Anschlagsortes – einer Straßensperre in der Provinzhauptstadt gleichen Namens – befindet sich Camp Chaman, wo auch nach dem Abzug der US-Kampftruppen noch einige amerikanische Soldaten stationiert sind. Geführt wird die Militärbasis mittlerweile von Afghanistan, wie ein US-Militärvertreter sagte. Die Nato teilte mit, dass keiner ihrer Mitarbeiter verletzt worden sei. Es war nicht klar, ob der Attentäter auf das Gelände der Basis wollte.

Ausländische und afghanische Soldaten hätten nach der Attacke den Anschlagsort abgeriegelt, sagte der stellvertretende Polizeichef der Provinz Chost, Jukib Chan. Von der Nato hieß es nur, sie wisse von einer Explosion. Zu dem Attentat bekannte sich zunächst niemand.

Truppen der USA und anderer Nato-Staaten hatten Ende vergangenen Jahres ihre Kampfmission in Afghanistan beendet und die Sicherheitsverantwortung damit voll den Afghanen übertragen. US-Soldaten sind nun vor allem noch als Ausbilder afghanischer Kollegen im Land.

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