: Seifenopern aus dem Gericht
Frankfurt/M. (epd) – Der Nachrichtensender n-tv will erreichen, daß Gerichtsprozesse künftig im Fernsehen übertragen werden können. Er könne nicht einsehen, daß Kameras grundsätzlich aus Gerichtsverfahren ausgeschlossen würden, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Karl-Ulrich Kuhlo der FAZ.
Der Medienexperte Reinhart Ricker (Mainz) plädierte hingegen für ein eingeschränktes Übertragungsrecht. Die Sender sollten nur die Verkündung von Urteilen filmen dürfen. Dabei werde nur der Richter gezeigt, Angeklagte könnten nicht an den Pranger gestellt werden, so der Professor für Medienrecht. Auch könnten so Zeugen nicht mehr verschüchtert reagieren oder Schaureden halten.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen