: „Sehr erfreuliche Aktion“
■ „Aktion Fluchtweg“: Diepgen nahm Adressenlisten entgegen und versprach Senatsunterstützung
Berlin (taz) — „Eine sehr erfreuliche Aktion“, kommentierte Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU), als er gestern taz und Grüne als VertreterInnen der „Aktion Fluchtweg“ empfing. Die Delegation überreichte ihm die Adressenlisten mit den ersten 180 Plätzen für bosnische Kriegsflüchtlinge. Da die Aktion auf jeden Fall weiterlaufen soll, und die Telefone nicht mehr stillstehen, wurde vereinbart, weitere Adressen von Menschen, die Flüchtlinge bei sich beherbergen wollen, an die Sozialverwaltung weiterzugeben.
Der Bürgermeister sicherte eine schnelle Hilfeleistung durch die Sozialverwaltung im Hinblick auf den Transport nach Berlin und die Verteilung der Flüchtlinge zu. Außerdem werde sie zügig abklären, ob weniger bemittelte Unterbringer finanziell unterstützt werden können und wer die Kosten im Krankheitsfalle übernehme. Die Frage, ob sich der Senat für eine Erhöhung der Quote von nur 5.000 aufzunehmenden Flüchtlingen stark mache, beantwortete er allerdings zurückhaltender. Er werde die Politik der Bundesregierung „Richtung Aufnahme unterstützen“, aber das sei auch eine „Aufforderung an alle Staaten der EG, sich daran zu beteiligen“. Aber er werde überlegen, ob er die Berliner Partnerstädte Paris, Brüssel und Madrid in diesem Sinne anspreche.
„Aktion Fluchtweg“: taz Tel. (030)25902-292 von 9.30 bis 14Uhr; Grüne Tel. 863 003-36 von 13 bis 18 Uhr; Initiative zur Unterstützung der Friedensbewegung im ehemaligen Jugoslawien: c/o Martin Niemöller- Haus, Pacelliallee 61, 1000 Berlin 31. Auch die taz Hamburg hat nun ein Telefon für die „Aktion Fluchtweg“ eingerichtet: (040)389017-36. Für das Bundesgebiet außer Berlin: Bund für soziale Verteidigung Tel. 0571-29456. usche
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