piwik no script img

Schwankendes Rotchina

Reich der Mitte testet gestern großen Sprung

Seit vielen, vielen Jahren warnen wir die Menschheit vor einer gigantischen Gefahr: dass eines Tages alle 1,4 Milliarden Chinesen auf ein Kommando der Kommunistischen Partei Chinas hin in die Luft springen. Wenn diese Menschenmasse wieder auf dem Boden der Tatsachen landet, gibt es eine gewaltige Erschütterung und die Erdkugel wird aus ihrer Bahn im Weltall geworfen. Das ist der einzige Sinn und Zweck, für den die Kommunistische Partei im Reich der Mitte gegründet wurde. Und gestern gab es wieder einen dieser geheimen Beweise, dass die Rotchinesen an ihrem alten Traum vom großen Sprung arbeiten, den ihnen Mao als Vermächtnis hinterlassen hat. In der südchinesischen Metropole Shenzhen ist ein über 300 Meter hohes Gebäude mit 75 Stockwerken zeitweise so sehr ins Schwanken geraten, dass es geräumt werden musste, wie dpa berichtete. Im Staatsfernsehen CCTV war zu sehen, wie Menschen unterhalb des Saige Buildings fortliefen. Auf dem Dach des Hochhauses bewegten sich zwei Säulen heftig. Die Ursache für das Schwanken werde untersucht, raunte dpa. Da braucht es keine Untersuchung! Mitten in Shen-zhen wird ein Hochhaus von den Rotchinesen als Versuchslabor für den großen Sprung genutzt. Die Sache ist so glasklar wie Sauer-Scharf-Suppe!

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen