piwik no script img

Schwaben helfen Sachsen

Dresden (ap) — Auf der ersten gemeinsamen Sitzung der Landesregierungen von Baden-Württemberg und Sachsen sind in Dresden umfangreiche Hilfsmaßnahmen für das ostdeutsche Bundesland beschlossen worden. Baden-Württemberg werde seine Personalhilfe für die sächsische Verwaltung „erheblich aufstocken“, sagte Sachsens Ministerpräsident Biedenkopf. Beide Länderkabinette einigten sich darauf, eine Fachhochschule zum 1. September 1991 zu eröffnen, um den Aufbau des öffentlichen Dienstes mit sächsischen Beamten voranzutreiben. An ihr sollen vorübergehend Professoren aus Baden-Württemberg unterrichten. Eine Wirtschaftsfördergesellschaft Sachsen, an der Baden-Württemberg eine 49prozentige Beteiligung erhalten soll, soll wechselseitige Investitionen fördern. Außerdem werde das Partnerland den Aufbau eines Netzes von Sozialhilfestationen in Sachsen unterstützen, kündigte Biedenkopf an. Baden-Württembergs Ministerpräsident Teufel sagte, eine Umfrage habe kürzlich ergeben, daß die Schwaben den Aufbau Ostdeutschlands als wichtigste landespolitische Aufgabe betrachteten.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen