Schulstart trotz Corona in den USA: Der Schulstart als Wahlkampfthema

Ob der Unterricht startet oder nicht, hängt vom Parteibuch ab. Republikanische Gouverneure drängen auf Normalität – und setzen Schulen unter Druck.

Eine Frau sitzt auf einem Stuhl im Schulflur und rappt, hinter ihr Mädchen die tanzen mit schwarzen Masken

Motivation fürs neue Schuljahr: Rap-Video von Callie Evans in Albany Foto: Overstreet Media Services via ap

WASHINGTON taz | Das Schuljahr hat in einigen US-Bundesstaaten begonnen, doch welche Unterrichtsform am besten während einer Pandemie angebracht ist, darüber herrscht im gesamten Land eine rege Diskussion. So auch in Georgia, wo zahlreiche Schulen den Unterrichtsbetrieb Anfang August aufnahmen. Für die Schüler und Lehrer in Cherokee County, einem Landkreis nördlich von Atlanta, begann das neue Schuljahr am 3. August. Die ersten Probleme ließen nicht lange auf sich warten.

„Unser Plan für die Wiedereröffnung unserer Schulen wurde von zwei unabhängigen Komitees begutachtet und kommentiert. Das eine Komitee bestand aus den Lehrern und Angestellten unserer Schulen und das zweite setzte sich aus Eltern und Partnern wie dem Familien- und Jugendamt und lokalen Krankenhäusern zusammen“, sagt die zuständige Medienvertreterin des Schulbezirks, Barbara Jacoby.

Das Ergebnis dieser Gespräche waren zwei Unterrichtsangebote – einmal Onlineunterricht und einmal eine konventionelle Beschulung. Jacoby berichtet, dass es in Cherokee County eine klare Präferenz gegeben habe. Von den gut 42.000 Schülern des Landkreises hätten sich 77 Prozent für eine Rückkehr an die Schule entschieden. Nur 23 Prozent wählten den Onlineunterricht.

Das eindeutige Ergebnis dürfte vor allem politische Gründe haben. Cherokee County ist wie der ganze Bundesstaat Georgia fest in republikanischer Hand. Donald Trump gewann den Landkreis 2016 mit mehr als 71 Prozent der Stimmen. Geht es nach dem US-Präsidenten und den Republikanern, dann sollen alle Schulen in den USA so schnell wie möglich wieder ihre Türen öffnen. Die Demokraten plädieren hingegen für eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Strategie zur Schulöffnung, legen sich also nicht endgültig fest.

In Trump-Wahlkreisen macht die Schule eher auf

Schule startet: Deutschland hat den Schulstart im Corona-Jahr bereits weitgehend hinter sich. Am oder kurz nach dem 1. September startet nun in vielen Ländern weltweit das Schuljahr. Viele Regierungen zögern jedoch mit einer Rückkehr zum Alltag – niemand möchte die Fehler Israels oder Australiens wiederholen. Dort wurden die Kinder zu früh wieder zusammen in die Schulen gesteckt, eine zweite Coronawelle war die Folge.

Schule startet nicht: Bleiben die Schulen geschlossen, fällt für Millionen Schüler:innen der Unterricht aus. Weil es keine stabile Internetverbindung gibt, weil die Familien keine oder nicht genügend Computer oder Smartphones haben. Ein Drittel aller Schulkinder weltweit, vermeldete Unicef vergangene Woche, blieb im Lockdown von Bildung ausgeschlossen: mehr als 463 Millionen Kinder und Jugendliche.

Das taz-Dossier: Die taz bringt zum globalen Schulstart 2020 Berichte unserer Korresponent:innen aus den USA, Brasilien, Uganda, den Niederlanden, China und weiteren Ländern. Alle Texte gebündelt finden Sie nach und nach hier.

Vor allem in Regionen und Bundesstaaten mit republikanischer Führung müssen Schulen mit erheblichen Problemen und rechtlichen Konsequenzen rechnen, sollten sie sich gegen eine Wiedereröffnung aussprechen. Dass die Politik bei der Entscheidung über die Unterrichtsform tatsächlich eine tragende Rolle spielt, bestätigt auch eine Untersuchung des Brookings-Instituts. Danach besteht ein deutlicher statischer Zusammenhang zwischen der Entscheidung für eine Schulöffnung und der Unterstützung für Trump bei der letzten Präsidentschaftswahl. Die US-Schulbezirke, die sich bisher für eine Rückkehr von Schülern in die Unterrichtsräume ausgesprochen haben, befinden sich größtenteils in Landkreisen, in denen mindestens 55 Prozent der Wähler für Trump gestimmt hatten.

Zwar besitzen die einzelnen Schulbezirke große Entscheidungsfreiheiten bei der Form des Unterrichts. Doch die Regierungen der 50 US-Bundesstaaten haben zusammen mit der US-Administration in Washington das letzte Wort.

In Florida, dem südlichen Nachbarstaat Georgias, musste der republikanische Gouverneur Ron DeSantis in dieser Woche eine Niederlage vor Gericht einstecken. DeSantis hatte im Juli ein Dekret erlassen, nach dem alle Schulen in seinem Bundesstaat dazu verpflichtet werden, trotz der anhalten Coronakrise konventionellen Unterricht an fünf Tagen in der Woche anzubieten. Der Gouverneur drohte denjenigen Schulen, die sich weigern sollten, mit dem Entzug von Fördergeldern. Die Gewerkschaft Florida Education Association, die 137.000 Mitglieder vertritt, unternahm dagegen juristische Schritte ein und bekam nun recht. Floridas Regierung hat allerdings angekündigt, gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen.

Wie viele Republikaner argumentiert auch DeSantis, dass das Risiko einer Corona-Ansteckung sowie einer ernsthaften Erkrankung bei Kindern wesentlich geringer sei als bei Erwachsenen. Tatsächlich kommt es bei Kindern und Jugendlichen bei einer Infektion nur äußerst selten zu schwerwiegenden Komplikationen. „Nichts im Leben ist ohne Risiko“, sagte der Gouverneur dazu.

Neueste Untersuchungen haben aber auch gezeigt, dass Kinder und Jugendliche bei der Übertragung und Ausbreitung des Coronavirus eine ­weitaus bedeutsamere Rolle spielen könnten als bisher angenommen. Diejenigen unter ihnen, die mit dem Virus infiziert waren, hatten laut einer Studie des Massachusetts General Hospital eine höhere Viruskonzentration in ihren Atemwegen als Erwachsene mit Covid-19-Symptomen auf der Intensivstation.

Ohne Mundschutz und dicht gedrängt

Schon in den ersten Wochen nach Schulbeginn scheinen sich die Befürchtungen der Kritiker zu bestätigten. In Indiana, Louisiana, Oklahoma, Tennessee und Georgia mussten Schulen aufgrund von Covid-19-Ausbrüchen ihre Pläne wieder über den Haufen werfen. Bis auf Louisiana ist all diesen Bundesstaaten gemeinsam, dass sie von republikanischen Gouverneuren regiert werden.

Ein Vorfall in Georgia sorgte erst kürzlich für nationale Schlagzeilen. Fotos in den sozialen Medien zeigten, wie Schüler in einer High School in Paulding County ohne Mundschutz und dicht gedrängt in einem Schulkorridor standen. Der Grund für das Gedränge war das traditionelle Foto zum ersten Schultag.

Und auch in Cherokee County lief nicht alles nach Plan. Noch in der ersten Woche registrierte der Schulbezirk mehr als ein Dutzend positive Testergebnisse. Die Zahl der Infizierten ist seitdem weiter gestiegen. Knapp 1.200 Schüler und Lehrer mussten in eine 14-tägige Quarantäne geschickt werden.

Brian Kemp, Gouverneur von Georgia

„Außer ein paar viralen Fotos verlief die erste Woche ziemlich gut“

Der Leiter des Schulbezirks, Brian Hightower, erklärte in einem Schreiben an die Familien von Schülern, dass es mit großer Sicherheit auch in Zukunft weitere positive Testergebnisse geben werde. „Wir wissen, dass wir uns unter dem Mikroskop befinden. Die nationalen Medien berichten über die Schulöffnungen im ganzen Land“, schrieb Hightower. „Sie können sich allerdings sicher sein, dass unsere Entscheidungen nicht auf dem basieren, was die Menschen in New York oder Kansas denken. Unser alleiniger Fokus gilt dem Gemeinwohl unserer Gemeinde und unserer Schüler.“

Georgias republikanischer Gouverneur Brian Kemp zeigte sich trotz der steigenden Infektionszahlen mit dem Start ins neue Schuljahr zufrieden. „Außer ein paar viralen Fotos verlief die erste Woche ziemlich gut“, sagte er.

Trumps Position: Ohne Schule springt die Wirtschaft nicht an

Rückendeckung für ihre Positionen erhalten Gouverneure wie Kemp von oberster Stelle. US-Präsident Donald Trump hat sich klar für eine umgehende Wiedereröffnung der mehr als 130.000 staatlichen Schulen im Land ausgesprochen. „Wir können 50 Millionen amerikanische Kinder nicht auf unbegrenzte Zeit davon abhalten, in die Schule zu gehen, und damit eine Schädigung ihrer geistigen, körperlichen, emotionalen und akademischen Entwicklung in Kauf nehmen“, sagte Trump Mitte August.

Um seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen, hat Trump angekündigt, Schulen, die sich seinem Kurs widersetzen, die staatlichen Zuschüsse zu entziehen. In Georgia haben sich dennoch viele Schulbezirke – vor allem in Atlanta und Umgebung – vorerst gegen eine Rückkehr zur alten Unterrichtsform entschlossen.

Demokraten weisen Trumps Pläne für eine rasche Öffnung entschieden zurück. Die Sprecherin der demokratische Abgeordneten, Nancy Pelosi, bezeichnete den Vorschlag des Präsidenten als „größtes Risiko für die Ausbreitung des Coronavirus“. Sie sagte: „Der Präsident und seine Regierung spielen mit der Gesundheit unserer Kinder. Wir alle wollen, dass unsere Kinder wieder in die Schule gehen, aber wir müssen es auf eine sichere Art und Weise tun.“

Alice Stewart, die den republikanischen Senator Ted Cruz bei seiner Präsidentschaftskampagne 2016 beraten hatte, sagte gegenüber der taz, dass es Trump beim Thema Schulöffnungen weniger um die Bildung der Kinder ginge, sondern vielmehr um wirtschaftliche Anliegen.

„Um bei den bevorstehenden Wahlen eine Chance zu haben, muss es Trump schaffen, die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zu verringern“, so Stewart. „Daher auch sein Anliegen, Schulen schnellstmöglich zu öffnen. Denn nur, wenn Schüler zurück an den Schulen sind, können Eltern zurück in die Arbeit gehen und die Wirtschaft des Landes kann wieder anlaufen. Ich bin dennoch etwas überrascht, dass es zu einem Kernthema in der Coronadebatte geworden ist, da ich denke, dass die Vorteile, Kinder an Schulen zu unterrichten, auf der Hand liegen.“

Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten, die es durch strikte Lockdown-Regelungen erreicht haben, die Ausbreitung des Coronavirus zumindest einzudämmen, ist die Infektionsrate in den USA weiterhin ungebrochen hoch, mit zuletzt mehr als 40.000 neuen Infektionsfällen pro Tag. Am Montag lag die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen bei 5,997 Millionen. 183.000 Infizierte in den USA sind gestorben.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. In den vergangenen Monaten beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Ab wann Spiele wieder vor Publikum stattfinden, ist noch nicht klar.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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