piwik no script img

Schnarcherin vor Ehegericht

Teheran (AFP) – Erschöpft vom Schnarchen seiner Frau hat ein Iraner nach knapp vierzig Tagen Ehe die Scheidung eingereicht, berichtet die Zeitschrift Iran News. „Nachdem ich Farsaneh geheiratet hatte, litt ich unter Müdigkeit“, erklärte Gholam vor Gericht. Dann habe er entdeckt, daß seine Frau ihm jeden Abend Schlafmittel in sein Essen mischte – damit er ihr Schnarchen nicht bemerkte. Ein Arzt riet ihm, die Mittel nicht mehr zu nehmen. „Deshalb bin ich einen Abend ohne zu essen ins Bett gegangen.“

In dieser Nacht des Grauens wurde Gholam das ganze Ausmaß der Sägerei seiner Gattin klar. Um endlich wieder schlafen zu können, will er sich nun scheiden lassen, „mit welchem rechtlichen Grund auch immer“. Farsaneh, die schon erfolglos einen Arzt aufgesucht hat, schlug nun vor, „tagsüber zu schlafen, damit Gholam mich nachts nicht hört“. Das Gericht hat einen Vermittler bestellt.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen