Schießerei im niederländischen Utrecht

Weiterer Verdächtiger festgenommen

Nach den tödlichen Schüssen in Utrecht wurde ein weiterer Mann festgenommen. Die Tat überschattet die Parlamentswahl in den Niederlanden.

Zwei Männer vor Blumen an einer Straßenbahn

Ein provisorisches Denkmal in der Nähe des Ortes, an dem ein Schütze drei Menschen tötete Foto: dpa

UTRECHT dpa | Im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen in Utrecht hat die niederländische Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 40-jährigen Mann aus Utrecht, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mit. Der Mann sei bereits am Nachmittag von einer Spezialeinheit der Polizei festgenommen worden. Einzelheiten zu dem Verdacht gegen den Mann nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Als Hauptverdächtiger gilt der 37 Jahre alte Gökmen T., der am Montagabend nach stundenlanger Fahndung festgenommen worden war. Er soll am Montag in einer Straßenbahn drei Menschen erschossen und drei weitere Personen schwer verletzt haben. Die Polizei schließt nicht aus, dass es ein terroristisches Motiv für die Tat gab.

Zwei weitere Männer, die bereits am Montag festgenommen worden waren, wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen aus der Haft entlassen. Sie seien nicht länger verdächtigt.

Überschattet von der Bluttat von Utrecht haben in den Niederlanden die Wahlen zu den regionalen Parlamenten begonnen. Die Wahl am Mittwoch wird auch über die Zusammensetzung der Ersten Kammer des nationalen Parlaments entscheiden. Nach den letzten Umfragen wird die Mitte-Rechts-Koalition dort ihre Mehrheit verlieren. Die Erste Kammer ist dem deutschen Bundesrat vergleichbar.

Hohe Gewinne werden zwei rechtspopulistischen Parteien vorhergesagt, der Partei für die Freiheit von Geert Wilders sowie dem Forum für Demokratie. Die Vorsitzenden beider Parteien hatten die Regierungsparteien für die Todesschüsse in Utrecht mitverantwortlich gemacht und einen direkten Bezug zur Einwanderung hergestellt.

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