: Schein-Beratung
Der NDR-Rundfunkrat wird sich in seiner heutigen Sondersitzung mit der fristlosen Kündigung des stellvertretenden NDR-Intendanten Thomas Bernd Stehling befassen. Im Raum steht aber auch der Vorwurf, Stehlings Ehefrau habe zwischen 1985 und 1987 für einen Scheinberatungsvertrag der NDR-Werbetochter NDR-W insgesamt 140.220 Mark erhalten. Wie Der Spiegel heute berichtet, hat die Vorsitzende des NDR-Rundfunkrats, Sabine-Almut Auerbach, dies in einem Brief an die Mitglieder des Rundfunkrats vermerkt.
Stehling, dessen Amtszeit bis 1997 gedauert hätte, hatte Ende Juni mit dem NDR einen Auflösungsvertrag geschlossen. Dabei war vereinbart worden, über das Ausscheiden Stillschweigen zu bewahren. Am Donnerstag hatte Stehling angekündigt, den Vertrag anzufechten, weil nur so die Chance bestehe, „Fakten und Verantwortlichkeiten zu klären“. Der NDR-Verwaltungsrat hatte vorsorglich eine fristlose Kündigung gegen Stehling ausgesprochen.
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