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Schau mir in die Augen, Fremder!

Asylant, schau mir ins Gesicht! Und ich sage dir, ob du hierbleiben darfst oder nicht... Der Ossi darf mal — als Scharfrichter. 'Super Illu‘ (Auflage: 900.000), der Ostdeutschen Ratgeber in allen Lebenslagen, macht's möglich. In der neuesten Ausgabe der Blut-und-Sex-Postille („mehr Sex-Lust durch Vibrator“) kreischt auf Seite 22 rot unterlegt der Balkentitel: „Um diese Menschen geht es“. Darunter der Befehl: „8 Geschichten aus dem Ausländer-Heim in Eisenhüttenstadt. Erst lesen, dann Ihr Gewissen entscheiden lassen: Aufnehmen oder abschieben?“ Dann dürfen die LeserInnen ein Kreuzchen machen — und richten über Flüchtlinge aus Bulgarien, Rumänien oder Ghana. Beeinflussen als Prinzip. Über den Familienporträts steht „Fakt: Jeder zweite Asylbewerber in Europa sucht sein Glück in Deutschland. Sind wir zu großzügig?“ Ein Vorschlag zur Güte: 'Super Illu‘ — abschieben! itz

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen