: Sanfte Killer gegen Motten
■ Patschuliöl-Granulat statt Chemikalien
Wollpullover lassen sich ohne Chemie vor Mottenbefall schützen. Bei Versuchen der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft mit Patschuliöl- Granulat stellten die Experten eine hohe abschreckende Wirkung fest. Auch Produkte, die eine Mischung aus Citrus- und Nelkenöl enthalten, können die Fachleute empfehlen. Wenig gestört fühlen sich die Schädlinge dagegen durch Steinkleekraut und Sandelholz. Sitzen die Motteneier jedoch bereits in den Kleidern, ist es für Naturstoffe zu spät. Dann müssen die befallenen Stücke gewaschen oder chemisch gereinigt und der Kleiderschrank mit Essigwasser ausgewischt werden. Motten lassen sich auch killen, wenn Textilien auf mindestens minus fünf Grad eingefroren und anschließend über einen längeren Zeitraum bei Zimmertemperatur gelagert werden. In der Kälte erfrieren zunächst die Motten und die Larven. Anschließend bei Zimmertemperatur aufbewahrt, schlüpfen dann aus den verbliebenen, frostbeständigen Eiern neue Larven.
Bei erneutem Einfrieren sterben auch die neu aus den Eiern geschlüpften Larven. Die Bekämpfung mit Naphtalin, Kampfer oder Pyrethroid ist zwar auch wirkungsvoll. Wegen ihrer schädlichen Auswirkung auf die Gesundheit aber nicht zu empfehlen.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen