■ STASI-PROZESS: Wolf: Vorwürfe gegen Schütt „paradox“
Berlin (taz) — Der frühere DDR-Spionagechef Markus „Mischa“ Wolf hat zu Beginn seines mit Spannung erwarteten Zeugenauftritts im Münchner Stasi-Prozeß gegen seinen ehemaligen Untergebenen, den Ex- Chef der Abteilung „Aufklärung gegnerische Dienste“, Harry Schütt, Aussagebereitschaft signalisiert. Gegen Schütt und einen 52jährigen Oberstleutnant wurde wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat Anklage erhoben. Wolfs Aussagebereitschaft beschränkte sich darauf, es sei „paradox“, Schütt Geheimnisverrat vorzuwerfen, denn alle Geheimdienste hätten im Grunde ähnlich gearbeitet. Als Zeuge wolle er „zur Klärung dieser Rechtsfrage beitragen“. SEITE 2
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen