: SPD will Jagdbomber abrüsten
Bonn (afp) - Eine Abrüstung der Jagdbomberflotten in Ost und West um mehr als 5.000 Flugzeuge hat der SPD-Politiker Hermann Scheer vorgeschlagen. Vor der Presse stellte der sozialdemokratische Abrüstungsexperte Grundüberlegungen für eine Abrüstung der taktischen Luftstreitkräfte vor.
Ziel müsse es sein, daß NATO und Warschauer Pakt bis 1995 die Jagdbomber auf jeweils 1.000 Flugzeuge reduzieren. Dies bedeute bei der Allianz eine Reduzierung um etwa 3.900 Maschinen, beim Warschauer Pakt um etwa 1.550 Flugzeuge. Die Marinefliegerkapazitäten blieben dabei unberücksichtigt. Während die NATO vom Warschauer Pakt verlange, daß dieser die Disparität bei den Landstreitkräften beseitige, schweige sich die Allianz bisher bei der Luftwaffe aus, wo es eine Ungleichheit zugunsten des Westens gebe.
Ein Konzept für die Abrüstung bei der Luftwaffe gebe es nicht, obwohl diese nach Expertenmeinung sogar 50 Prozent der westlichen Feuerkraft ausmache. „Um dieses Manko zu beheben, das die Abrüstungsbemühungen auch bei Landstreitkräften ins Stocken bringen kann, ist ein Konzept zur Luftwaffenabrüstung überfällig.“ Mit Hilfe einer Luftwaffenabrüstung lasse sich auch schnell und reibungslos das besonders für die Bundesrepublik unerträgliche Fluglärmproblem beseitigen.
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