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■ SIMON GOLDBERGDeutscher Schieber

Auf der Suche nach den Hintermännern europaweit operierender Schmugglerbanden und Waffenhändler waren Zollfahnder in den 70er Jahren auf die Spur eines gewissen „Herrn Simon“ in Ost-Berlin gelangt, ohne weiterzukommen. Dann aber entpuppte sich dieser Herr als Simon Goldenberg, den westliche Geheimdienste schon seit den 50er Jahren im Visier hatten. Der sozialistisch geschützte Schieber genoß zweifach außerordentliche Privilegien: Erstens durfte er in Ost-Berlin eine Privatfirma gründen, und 1976 konnte er ohne Schwierigkeiten seinen Wohnsitz ins bayerische Rosenheim verlegen — ins Gästehaus der Schlachterfamilie März, zu deren Hausfreunden auch Franz Josef Strauß gehörte. SEITE 7

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