piwik no script img

SELBSTBESTIMMTE HdK

Die Atmosphäre in der sonst eher unpolitisch und von EinzelkämpferInnen geprägten HdK ist momentan von einer Harmonie und Zusammenarbeit aller Fachbereiche beherrscht, von der die Gründungsväter und –mütter wohl einmal geträumt haben müssen. Seit Ende vergangener Woche laufen nun auch hier autonome Seminare, an denen auch Profs als Zuhörer interessiert teilnehmen.

An der seit dem Wochenende besetzten Hochschule fand am Sonnabend eine spontane Besetzungsfete einen durchschlagenden Erfolg. Auf der gestrigen VV bedankte sich der Streikrat noch einmal herzlich bei allen, die geholfen haben, und „überhaupt allen, die nicht ins Foyer gekotzt haben“. Weiterhin wurde ein kurzer Lagebericht abgegeben und Vorschläge zur weiteren Gestaltung des Streiks angenommen. Eine kurze Unterbrechung gab es, als ein Flugblatt zur Abstimmung vorgelesen wurde, das bis auf einen Satz auch Zustimmung fand. Als aber von seiten der MacherInnen bedauert wurde, daß der Text leider schon in Druck wäre, zogen sie sich den Unmut der Versammelten zu, die bedauerlicherweise, wie der Hausmeister betonte, diesmal nicht so zahlreich erschienen waren.

Ansonsten wurde gefordert, daß sich bis Donnerstag die konkret ausformulierten Forderungen der einzelnen FBs beim Streikrat einzufinden hätten, damit am Freitag um 12Uhr auf der nächsten VV darüber beraten werden könne, und es wurde dazu aufgerufen, bei der Besetzung des Foyers, vor allem über Nacht, mitzumachen .

Ein „Rudi Dutschke memorial hall“-Zelt wurde unter allgemeinem Beifall installiert, und MalerInnen zogen mit voller Ausrüstung ins nahegelegene Europacenter.

Heute um 13.30Uhr treffen sich die StudentInnen der HdK am Steinplatz zur Sterndemo zum Rathaus Schöneberg.

sim

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen