piwik no script img

Ruhe in Prag

■ Vor 20 Jahren rollten die Panzer

Prag (dpa/taz) - „Brüderliche Hilfe“ aus Moskau, die 1968 den Prager Frühling brutal beendete, blieb zum 20.Jahrestag des sowjetischen Einmarsches aus. Kein Anzeichen von 'Glasnost‘ in Prag. Während die Sicherheitskräfte in höchster Alarmbereitschaft waren, ereigneten sich kaum Zwischenfälle. Am Samstag hatte die Polizei in Prag drei Sprecher der Bürgerrechtsgruppe „Charta 77“ gehindert, einen Brief in der sowjetischen Botschaft abzugeben. In einigen Städten der CSSR sind kurzfristig junge Leute festgehalten worden, als sie Flugblätter verteilten, die den Einmarsch von 1968 verurteilten. Dagegen wurden einige Dutzend Sowjetbürger, die in Moskau gegen den Einmarsch vor 20 Jahren demonstrierten, mit großer Brutalität von Sicherheitskräften festgenommen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen