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Rückzug der Pinguine

Forschende der Universität Jena dokumentieren das Ausmaß des Klimawandels in der Antarktis anhand der Bestände verschiedener Pinguinarten. So würden sich beispielsweise Adélie- und Zügelpinguine immer weiter in Richtung der südlicher gelegenen Küsten zurückziehen, teilte die Universität nach Auswertung der jüngsten Forschungsexpedition der Jenaer Arbeitsgruppe Polar- und Ornitho-Ökologie in die Antarktis mit. Beide Arten seien vom Vorhandensein von Meereis abhängig.

Eisschollen bildeten die Basis für die antarktische Nahrungskette, indem der Antarktische Krill, Hauptspeise von Pinguinen und Walen, die dort vorhandenen Eisalgen abweide. Schrumpfe das Meereis, wanderten die beiden Pinguinarten ab.

Schon seit den 1980er Jahren beobachten Forschende der Jenaer Universität die zunehmenden Veränderungen der antarktischen Tierwelt. Gezählt und geforscht wird dabei in einem Gebiet von rund 35 Quadratkilometern.

In dem Untersuchungsgebiet seien etwa die Kapsturmvögel, die einst zu Hunderten dort brüteten, inzwischen fast völlig verschwunden. Nur noch drei Brutpaare hätten die Jenaer Forschenden während ihres Aufenthalts entdecken können. Ursache seien auch hier die sich immer weiter veränderten Umweltbedingungen. (epd)

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