: Rücktritte nach Morddrohungen
BOGOTÁ afp ■ Nach Morddrohungen durch die linksgerichtete Farc-Guerilla haben 23 kolumbianische Bürgermeister und 90 weitere Politiker ihren gemeinsamen Rücktritt angekündigt. Angesichts der Drohungen „gegen Gemeindeinstitutionen, unsere körperliche Unversehrtheit und das Leben unserer Familien sehen wir uns gezwungen, gemeinsam und öffentlich unser Mandat niederzulegen“, erklärte am Samstag der Bürgermeister der Gebietshauptstadt Arauca, Jorge Cedeño, im Namen seiner Kollegen aus dem östlichen Departamento Arauco. Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) hatten den Politikern am 12. Juni ein zehntägiges Ultimatum für ihre Amtsniederlegung gestellt. Andernfalls würden die Volksvertreter zu „militärischen Zielen“. Neben den Bürgermeistern waren 11 Regional- und 2 Parlamentsabgeordnete sowie 77 Gemeinderäte betroffen. Im Gewaltkonflikt zwischen Guerilla, Paramilitärs und Regierungstruppen sind in Kolumbien seit 1964 mehr als 200.000 Menschen getötet worden.
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