Rückkehr der Wehrpflicht : Dienen. Wir. Deutschland?
Die Freiheit einschränken, um die Freiheit zu verteidigen? Sich auf einen Krieg vorbereiten, um einen Krieg zu vermeiden? Ein taz Salon zur Rückkehr der Wehrpflicht.
Seit Russland die Ukraine angegriffen hat, steht die Wehrpflicht wieder auf dem Tapet. Die Freiheit einschränken, um die Freiheit zu verteidigen? Sich auf einen Krieg vorbereiten, um einen Krieg zu vermeiden? Beides erscheint auf den ersten Blick paradox. Und viele junge Menschen halten es für unzumutbar, für diesen Staat in die Pflicht genommen zu werden. Dabei steht die Zukunft eben dieser jungen Leute auf dem Spiel.
Die Bundesregierung ist den ersten Schritt in Richtung mehr Wehrfähigkeit bereits gegangen: Alle wehrpflichtigen jungen Männer ab dem Geburtsjahr 2008 werden künftig einer Musterung unterzogen. Man setzt darauf, dass sich dann genügend Freiwillige für einen Dienst bei der Bundeswehr melden. Sollte dieses Kalkül nicht aufgehen, stellt sich die Frage nach einer allgemeinen Dienstpflicht, womöglich unter Einschluss der Frauen.
Aber ist das überhaupt der richtige Weg? Wieso ist von Methoden des zivilen Widerstands aus der Friedensbewegung der 80er-Jahre heute praktisch nicht mehr die Rede? Und: Gilt es nicht vielmehr, friedenstüchtig zu werden statt kriegstüchtig?
Diskutieren Sie mit taz-Redakteur Gernot Knödler und diesen Gästen:
🐾 Marta Ahmedov, Journalistin
🐾 Elias Bernhard, Schüler aus Hamburg
🐾 Wiebke Hönicke, Bundeswehroffizierin, Podcasterin und Autorin