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■ Ruanda/ZaireBlutiger Grenzüberfall

Genf (AFP/rtr/taz) – Ein Angriff auf ein ruandisches Flüchtlingslager in Zaire hat 28 Tote und 54 Verletzte gefordert. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR landeten am Dienstag abend bewaffnete Ruander am zairischen Westufer des Kivu-Sees und griffen mit Granaten und automatischen Waffen das Flüchtlingslanger Birava an, wo seit Sommer 1994 9.000 Ruander leben. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen in der Grenzregion hatten zuletzt mehrfach von Angriffen der von der Ex-Guerilla RPF beherrschten ruandischen Armee berichtet. Seit zehn Tagen blockiert Ruandas Regierung zudem einen für die Flüchtlingslager in Zaire bestimmten UN-Hilfskonvoi, da sie in den Lagern militärische Aktivitäten der geflohenen Hutu-Milizen vermutet.

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